Die Chronik der Feuerwehr Hesseldorf

Nach Aufzeichnungen wird die Freiwillige Feuerwehr Hesseldorf bereits im Jahre 1887 erwähnt und nach einer Notiz des früheren Kreisfeuerwehrführers Göpfert von Gelnhausen zählt die Freiwillige Feuerwehr Hesseldorf zu den elf ältesten Feuerwehren des Kreises.

Wenn auch in den Jahren kurz vor der Jahrhundertwende die Brandbekämpfung eines ausgebrochenen Schadenfeuers nur in Handarbeit in Form einer Wasserkette, die in Ledereimern von Mann zu Mann gereicht wurde, möglich war, so haben sich unsere Väter doch schon im Jahre 1906 eine eigene Wasserleitung für die Gemeinde und zusätzlich eine Handdruckspritze für die Freiwillige Feuerwehr anschaffen können. 

In unserer Zeit wäre ein Einsatz mit den Voraussetzungen vom Jahre 1906 gar nicht mehr denkbar. So haben doch trotz der geringen Hilfsmittel bei der Bekämpfung eines Brandes unsere braven Wehrmänner immer treu zu der von ihnen freiwillig übernommenen Verpflichtung bei Tag und Nacht bis in die heutige Zeit ihren Mann gestanden.

Als im Jahre 1946 von der US-Armee eine gebrauchte Motorspritze für wenig Geld erworben werden konnte, waren es wieder eine große Anzahl von neuen Wehrmännern, die an Stelle der im Krieg vermissten Angehörigen der Wehr beitraten und die ihnen gestellte Aufgabe neu beleben.  Jubiläen wurden in den ersten  75 Jahren des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hesseldorf nicht öffentlich gefeiert.

So setzten wir mit den Vorbereitungen zum 75jährigen Jubiläum der Wehr im Jahre 1962 an und konnten damals auch, wieder durch viel erbrachte, unentgeltliche Arbeitsleistung ein neues Feuerwehrgerätehaus seiner Bestimmung übergeben. 

Die Gemeindevertretung hatte hierzu 1963 ein neue Motorspritze angeschafft und es an notwendigem Zubehör auch nicht fehlen lassen.

Immer noch mußte die Motorspritze im Mannschaftszug zur Übungsstätte oder zu den Brandeinsätzen gezogen werden. 

Voll Neid haben unsere Wehrmänner auf die Kameraden der Nachbarwehren gesehen, wenn diese mit ihrem Löschfahrzeug so schnell an der Brandstelle waren. Die Haushaltsmittel der Gemeinde reichten für eine solche Anschaffung nie aus. 

Dem Wunsche unserer Wehrmänner, ein eigenes Löschfahrzeug zu besitzen, kam die Landesbeschaffungsaktion Hessen entgegen, von der die Gemeinde Hesseldorf im Januar 1971 ein Tragkraftspritzenfahrzeug zugeteilt bekam. 

Die Freude war groß, zumal wir nun unser 85jähriges Jubiläum festlich begehen konnten.

Die Begeisterung in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Hesseldorf hat sich dahingehend ausgewirkt, dass wir außer den 30 uniformierten, aktiven Wehrmännern auch die 1972 gegründete Jugendfeuerwehr mit 12 Mitliedern registrieren konnten. 

Heute zählt die Jugendfeuerwehr 12 Mitglieder. Das wurde auf das 10. Lebensjahr herabgesetzt.

Im Oktober 1976 wurde das jetzige Feuerwehrgerätehaus, am 09. Mai 1981 der vereinseigene Grillplatz eingeweiht. 

Da das Gerätehaus mittlerweile den Anforderungen an einen schnellen Einsatz im Ernstfall nicht mehr genügt, ist ein Umbau des Gerätehauses beantragt worden.

Im Juli 1988 feierte die Freiwillige Feuerwehr Hesseldorf voller Stolz ihr 100jähriges Bestehen.

Der Oktober 1993 war wieder ein großer Tag für die Kameraden, denn es wurde eine neue Tragkraftspritze angeschafft, die unsere „alte“ Tragkraftspritze nach 30 Jahren endlich ablöste. 

Diese Anschaffung seitens der Stadt war nötig, da die alte Pumpe den Anforderungen trotz guter Pflege nicht mehr Stand hielt. Die neue Spritze, so Stadtbrandinspektor Metzler, ist das modernste was momentan auf dem Markt ist. 

Somit wurde die Einsatzstärke der Wehr kräftig erhöht.

1993 kaufte der Verein aus eigenen Mitteln einen VW-Bus der von den Kameraden in „Eigenarbeit“ zu einem funktionierenden Einsatzfahrzeug umgebaut wurde. 

Viele Stunden mühevoller Arbeit wurden hierfür aufgebracht. Der Wunsch der Wehrmänner nach einem zweiten Fahrzeug zum Transport der Einsatzkräfte wurde hiermit erfüllt. 

Jetzt war nur noch die Frage der Unterbringung des Fahrzeuges, die aber laut Herrn Bürgermeister Krätschmer in nächster Zukunft gelöst werden sollte. 

Man einigte sich darauf, dass die neue Überdachung des Backhausvorplatzes zum vorläufigen Unterstellplatz werden sollte. 

Wiederum durch Vereinsmittel wurde 1994 ein Stromerzeuger angeschafft, der für die Grillhütte nötig war, aber welcher auch im Einsatzdienst verwendbar ist.

Im Dezember 1994 wurde dann der lang ersehnte Spatenstich zum Erweiterungsbau Feuerwehr, Kindergarten und Dorfgemeinschaftshaus getätigt. 

Ein weiterer Schritt für uns nach vorne war der Lehrgang „Träger für Atemschutzgeräte“ welcher von einigen Kameraden im Jahre 1994 besucht wurde. 

Außerdem war ein neues Fahrzeug mit 4 Atemschutzgeräten in der Planung. Im Oktober 1995 wurde das Fahrzeug von Bürgermeister Krätschmer offiziell in den Dienst gestellt und löste somit den alten Ford Transit nach 25 Dienstjahren ab. 

Mit diesem Fahrzeug erhielt die Wehr außer den Atemschutzgeräten auch eine vierteilige Alu-Steckleiter und eine komplette Schaumausrüstung. 

Im Oktober 1996 wurde der VW-Bus erstmalig in der neuen Fahrzeughalle untergestellt. Die Baumaßnahmen bis zur Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses werden sich noch einige Monate hinziehen. 

Bis einschl. September 96 leisteten die Kräfte der Wehr bei den Baumaßnahmen über 600 Std. an Eigenarbeit.

Im Jahre 2011 konnte die Wehr Hesseldorf das LF 8 aus Wächtersbach übernehmen. Es wurde ein Stromgenerator eingebaut, einen Lichtmast auf dem Dach montiert, eine Umfeldbeleuchtung und Heckwarneinrichtung  versehen

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